Ratgeber

Was ist ein Marketing-Funnel?

Ein Marketing-Funnel (deutsch: „Trichter") beschreibt den Weg, den ein Mensch vom ersten Kontakt mit deinem Angebot bis zur Anfrage oder zum Kauf zurücklegt. Oben kommen viele rein, unten kommen weniger raus – deshalb das Bild vom Trichter. Wer das Modell versteht, versteht auch, warum die meisten Websites Besucher verlieren: Sie zeigen alles gleichzeitig und führen niemanden.

Die Phasen eines Funnels

Je nach Quelle findest du unterschiedliche Bezeichnungen, der Ablauf bleibt aber immer derselbe:

1. Aufmerksamkeit

Jemand bemerkt dich: über eine Google-Suche, eine Anzeige, einen Beitrag in sozialen Netzwerken oder eine Empfehlung. Der Mensch hat ein Problem oder einen Wunsch und prüft, ob du dazu passt.

2. Interesse

Der Besucher schaut genauer hin. Jetzt zählt, ob er schnell versteht, was du anbietest, für wen es gedacht ist und was es kostet. Genau hier verlieren klassische Websites die meisten: zu viel Text, zu viele Wege, keine klare nächste Handlung.

3. Entscheidung

Der Besucher wägt ab: Passt das Angebot? Kann ich dem Anbieter trauen? Bewertungen, klare Aussagen und ein einfacher nächster Schritt entscheiden in dieser Phase.

4. Handlung

Die Anfrage, der Termin, der Kauf. Je niedriger die Hürde – kurze Formulare statt langer Felder – desto mehr Besucher gehen diesen letzten Schritt.

Was bedeutet „Funnel" im Online-Marketing konkret?

Im Online-Marketing meint Funnel meist eine eigens gebaute Abfolge von Schritten – keine klassische Website, sondern eine geführte Strecke: Einstieg, ein paar kurze Fragen, Kontaktdaten, fertig. Der Besucher klickt sich durch, statt sich durch ein Menü zu wühlen. Genau diese Form nutzen Handwerksbetriebe, Coaches, Makler oder Personalvermittler, um aus Anzeigenklicks konkrete Anfragen zu machen.

Der Unterschied zur Website ist die Führung: Eine Website stellt Informationen bereit und hofft, dass der Besucher das Richtige findet. Ein Funnel fragt, führt und sammelt am Ende die Anfrage ein – inklusive aller Angaben, die du für die Bearbeitung brauchst.

Marketing-Funnel und Sales-Funnel – wo liegt der Unterschied?

Der Marketing-Funnel deckt den Weg bis zur Anfrage ab, der Sales-Funnel (Verkaufstrichter) alles danach: Angebot, Gespräch, Abschluss. In der Praxis verschwimmen die Begriffe. Wenn heute jemand sagt „ich baue einen Funnel", meint er fast immer eine Online-Strecke, die aus fremden Besuchern konkrete Anfragen macht.

Wie baust du selbst einen Funnel?

  1. Überlege, welche eine Handlung am Ende stehen soll – etwa eine Anfrage oder ein Termin.
  2. Formuliere die zwei bis vier Fragen, die du jedem Interessenten ohnehin stellst.
  3. Baue die Strecke in einem Funnel-Tool – mit FormFunnel dauert das mit Vorlage etwa zehn Minuten.
  4. Teile die Adresse in Anzeigen, Social Media oder bette den Funnel in deine Website ein.
  5. Schau auf die Zahlen: Wie viele Besucher steigen aus, und an welcher Stelle?

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