Ratgeber
E-Mails nachfassen: so holst du aus Anfragen Aufträge
Die meisten Anfragen gehen nicht verloren, weil das Angebot schlecht war, sondern weil niemand mehr nachgefasst hat. Ein Interessent, der sich nicht meldet, hat selten abgesagt – er ist beschäftigt. Genau dafür brauchst du eine feste, kurze Nachfass-Folge.
Die Bestätigungsmail ist Pflicht
Wer eine Anfrage abschickt und nichts hört, wird unsicher und fragt beim nächsten Anbieter an. Eine automatische Bestätigung direkt nach dem Absenden kostet dich nichts und hält den Kontakt warm. Wichtig: mit einer klaren Aussage, wann du dich melden wirst.
Eine Folge, die reicht
Sofort – Bestätigen
„Danke für deine Anfrage. Wir haben deine Angaben erhalten und melden uns bis morgen mit einer ersten Einschätzung. Wenn es dringend ist, erreichst du uns direkt unter [Telefonnummer].“
Am selben Tag – Anrufen oder Angebot schicken
„Hier ist der Vorschlag zu deiner Anfrage. Ich habe zwei Varianten aufgeführt – sag mir einfach, welche besser passt, dann kläre ich den Rest.“
Nach 2 bis 3 Tagen – Freundlich erinnern
„Kurze Nachfrage zu meinem Vorschlag von Montag: Passt das so, oder fehlt dir noch eine Angabe? Antworte gern in einem Satz.“
Nach 7 Tagen – Hürde senken
„Ich weiß, wie schnell so etwas untergeht. Falls der Zeitpunkt gerade nicht passt: Sag mir einfach, wann ich mich wieder melden soll, dann merke ich es mir vor.“
Nach 3 bis 4 Wochen – Sauber abschließen
„Ich schließe deine Anfrage vorläufig ab, damit du keine weiteren Mails bekommst. Wenn es später wieder Thema wird, melde dich gern – deine Angaben habe ich noch.“
Setze die Platzhalter durch deine eigenen Angaben – erfundene Fristen oder Zusagen schaden mehr, als sie helfen. Fünf Kontakte sind in der Regel genug; danach wirkt es aufdringlich.
Was Nachfass-Mails gut macht
- ✓Kurz: drei bis fünf Sätze, lesbar auf dem Handy.
- ✓Betreff wie von einem Menschen: „Kurze Nachfrage zu deinem Bad“ statt „Ihr Angebot Nr. 4711“.
- ✓Genau eine Frage, die mit einem Wort beantwortet werden kann.
- ✓Konkreter Bezug auf die Angaben aus dem Funnel – das zeigt, dass du gelesen hast.
- ✓Antwortadresse ist ein echtes Postfach, keine no-reply-Adresse.
Werbung braucht eine Einwilligung
Mails, die eine laufende Anfrage bearbeiten, darfst du schicken. Newsletter und allgemeine Werbung brauchen eine getrennte, freiwillige Einwilligung – am besten als eigene Checkbox im Funnel. Halte beides klar auseinander, dann bleibst du auf der sicheren Seite.
Damit die Mail überhaupt ankommt
Versende über eine eigene Absenderdomain und setze die Antwortadresse auf dein echtes Postfach. Vermeide reine Werbebetreffs und viele Links in der ersten Mail – beides erhöht die Chance, im Spam zu landen.
Automatisch bestätigen, sofort erfahren
FormFunnel schickt dem Interessenten auf Wunsch direkt eine Bestätigungsmail und dir eine Benachrichtigung über jede neue Anfrage – an die Adresse, die du hinterlegst.